FAQ - Lastenaufzug für Industrie, Lager und Produktion
Hier finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen rund um Lastenaufzüge für Industrie, Lager und Produktion.
Wir erklären Funktionsweise, Traglasten, Normen, Installation und technische Unterschiede zwischen verschiedenen Lastenaufzugssystemen.
Unsere modularen Lastenaufzüge ermöglichen den sicheren Transport von Waren, Paletten und Materialien zwischen mehreren Etagen – ohne klassischen Aufzugsschacht.
Allgemeine Fragen zu Lastenaufzügen
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Ein Lastenaufzug ist ein technisches Hebesystem für den vertikalen Transport von Waren, Materialien oder Maschinen zwischen mehreren Ebenen eines Gebäudes. Lastenaufzüge werden vor allem in Lagerhallen, Produktionsbetrieben, Logistikzentren und Werkstätten eingesetzt.
Sie ermöglichen den sicheren Transport von Paletten, Rollwagen oder schweren Bauteilen und verbessern gleichzeitig die Effizienz der innerbetrieblichen Logistik.
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Die Begriffe Lastenaufzug, Güteraufzug, Etagenheber und Lastenlift werden häufig synonym verwendet. Sie beschreiben grundsätzlich Systeme zum Transport von Waren zwischen Geschossen. Moderne industrielle Lastenaufzüge entsprechen meist der Norm DIN EN 81-31 für betretbare Güteraufzüge.
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Die maximale Nutzlast hängt vom jeweiligen System ab. Industrielle Lastenaufzüge können von wenigen hundert Kilogramm bis zu mehreren Tonnen transportieren. Unsere Lastenaufzüge sind je nach Bauart für Traglasten von 500 kg bis zu 3.000 kg ausgelegt und lassen sich individuell an Ihre Anforderungen anpassen.
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Die maximale Förderhöhe eines Lastenaufzugs hängt von der Gebäudehöhe und der technischen Auslegung ab. Standardmäßig können unsere Lastenaufzüge Hubhöhen bis zu 12 Meter realisieren.
Dadurch lassen sich mehrere Etagen in Produktionshallen, Lagern oder Industriegebäuden effizient miteinander verbinden.
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Ein Lastenaufzug kann mehrere Haltestellen bedienen. Typische Anlagen verfügen über zwei bis sechs Haltestellen, abhängig von der Gebäudehöhe und der Nutzung.
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Nein. Lastenaufzüge sind ausschließlich für den Transport vonWaren und Materialien konzipiert. Der Personentransport ist gemäß DIN EN 81-31 und Maschinenrichtlinie 2006/42/EG nicht zulässig.
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Ja. Unsere Lastenaufzüge können für den Außeneinsatz ausgelegt werden. Mit entsprechender Schutzart und wetterfesten Komponenten sind sie für den Einsatz im Freien geeignet.
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Unser Lastenaufzüge eignen sich besonders für Lagerhallen, Produktionsbetriebe, Werkstätten, Industriehallen, Logistikzentren sowie den Maschinen- und Anlagenbau. Immer dann, wenn Waren, Materialien oder schwere Bauteile regelmäßig zwischen Ebenen transportiert werden müssen, kann ein modularer Lastenaufzug Prozesse vereinfachen und interne Wege sicherer und effizienter machen.
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Die Lastenaufzüge von WEP-Weisshaupt sind für den vertikalen Transport von Waren, Materialien, Paletten, Rollwagen, Maschinenkomponenten und kundenspezifischen Lastaufnahmen ausgelegt. Der Förderkorb vom ESL Pro ist standardmäßig dafür geeignet Paletten und Rollwagen zu befördern. Der ZSL/ZSLq und VSL können zusätzlich schwere oder sperrige Sondergüter aufnehmen. Jeder Förderkorb ist individuell in der Größe konfigurierbar.
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Ja. Die Förderkorbgröße ist immer individuell konfigurierbar.
Die Förderkorbgrößen können durch unser modulares System in 100 mm-Schritten angepasst werden, sodass sich die Anlage sehr genau an Materialfluss, Palettenmaß oder spezielle Transportgüter anpassen lässt.
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Der Einsatz eines Lastenaufzugs kann die Arbeitssicherheit im Betrieb deutlich verbessern und gleichzeitig körperliche Belastungen für Mitarbeiter reduzieren. Schwere Waren, Paletten oder Materialien müssen nicht mehr manuell über Treppen oder Rampen transportiert werden, wodurch das Risiko von Arbeitsunfällen und körperlichen Überlastungen deutlich sinkt.
Gerade in Lager, Produktion oder Logistik entstehen viele Verletzungen durch das manuelle Heben, Tragen oder Bewegen schwerer Lasten. Ein Lastenaufzug übernimmt diesen vertikalen Transport sicher und zuverlässig, sodass Mitarbeiter entlastet werden und ergonomischer arbeiten können. Das kann langfristig dazu beitragen, krankheitsbedingte Ausfälle durch körperliche Belastung zu reduzieren.
Ein weiterer Vorteil gegenüber Flurförderzeugen wie Gabelstaplern oder Hubwagen ist, dass für die Bedienung eines Lastenaufzugs in der Regel keine spezielle Fahrerlaubnis oder umfangreiche Schulung erforderlich ist. Die Anlagen werden über einfache Bedienelemente gesteuert und können von geschultem Personal schnell und sicher genutzt werden.
Damit leisten Lastenaufzüge einen wichtigen Beitrag zu:
•höherer Arbeitssicherheit im Betrieb
•ergonomischerem Materialtransport
•geringerer körperlicher Belastung für Mitarbeiter
•Reduzierung von Unfall- und Krankheitsrisiken
•effizienteren Arbeitsabläufen ohne Staplerverkehr zwischen Etagen.
Planung, Installation und bauliche Voraussetzungen
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Ja. Die WEP-Lastenaufzüge sind so konzipiert, dass sie sich mit vergleichsweise geringem Eingriff in die bestehende Bausubstanz in Bestandsgebäude integrieren lassen.
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Nein. Unsere Lastenaufzüge benötigen keinen klassischen Aufzugsschacht. Stattdessen wird der Fahrbereich mit Maschinenschutzzaun oder Einhausung abgesichert, wodurch sich das System besonders einfach in bestehende Gebäude integrieren lässt.
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Nein, nicht in jedem Fall. WEP-Weisshaupt bietet je nach Ausführung Lösungen mit sehr geringer Auffahrhöhe an. Der ESL Pro hat in der Flachboden-Variante nur eine Auffahrhöhe von 15 mm, sodass weder eine klassische Grube noch eine Rampe erforderlich ist. Für andere Ausführungen genügt häufig bereits eine geringe Grubentiefe von 120 mm oder optional eine Auffahrrampe, die auf dem Fußboden befestigt wird.
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Für die Installation eines Lastenaufzugs werden in der Regel benötigt:
•ein tragfähiger Boden zur Befestigung der Hubsäulen (Betongüte C25/30)
• eine Möglichkeit zur seitlichen Anbindung an Wand, Träger oder Regal
• ausreichend Platz für eine Sicherheits-Einhausung oder Maschinenschutzzaun
•eine Grube oder Unterfahrt ist nicht erforderlich
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Durch unser modulares System gestaltet sich die Planung vergleichsweise einfach. Ein weiterer Vorteil ist, dass wir Ihnen innerhalb kürzester Zeit die Produktionszeichnungen erstellen können. Dadurch wird nicht nur Zeit gespart, sondern auch eine schnelle Integration der Liftanlage in die Planungen des Kunden ermöglicht. Dies gilt sowohl für Standardlösungen als auch für Sonderlösungen.
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Nein. Die Lastenaufzüge von WEP-Weisshaupt benötigen keinen separater Maschinenraum. Das ist vor allem bei beengten Platzverhältnissen im Bestand ein klarer Vorteil und erleichtert die Integration in bestehende Produktions- und Lagerflächen.
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Je nach System und baulicher Situation kann die Befestigung an bspw. Wand, Säule, Stahlbühne oder Regalsystem erfolgen. Mit unseren verschiedenen Befestigungskits können auch größere Abstände sicher überbrückt werden. Das schafft Planungsspielraum bei komplexen Hallen- und Bestandsstrukturen.
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Nach Freigabe der technischen Zeichnungen beträgt die Produktionszeit in der Regel mehrere Wochen.
Die Montage vor Ort erfolgt meist innerhalb weniger Tage, abhängig von der Größe der Anlage.
Wir liefern und montieren nicht nur in der Bundesrepublik Deutschland, sondern europweit.
Produkte und Varianten
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Die Systeme unterscheiden sich hauptsächlich durch ihre Tragfähigkeit und Bauweise:
•ESL – Einsäulenlift: kompakter Lastenaufzug mit einer Hubsäule für Nutzlasten bis ca. 500 kg
•ZSL / ZSLq – Zweisäulenlift: zwei Hubsäulen für größere Plattformen und Nutzlasten bis etwa 1.500 kg
•VSL – Viersäulenlift: vier Säulen für schwere industrielle Anwendungen mit Nutzlasten bis zu 3.000 kg
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Beim ZSL sind beide Hubsäulen auf einer Seite des Förderkorbs angeordnet.
Beim ZSLq stehen die Säulen gegenüberliegend, sodass der Förderkorb zwischen ihnen geführt wird.
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Ja. Die Förderkorbgröße ist immer individuell konfigurierbar.
Die Förderkorbgrößen können durch unser modulares System in 100 mm-Schritten angepasst werden, sodass sich die Anlage sehr genau an Materialfluss, Palettenmaß oder spezielle Transportgüter anpassen lässt.
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Ja. In unserem Ausstattungsprogramm bieten wir neben den klassischen Geschoss-Flügeltüren verschiedene Türlösungen, darunter Schiebetüren, Rolltore und Schnelllauf-Rolltore an. Dadurch kann der Lastenaufzug nicht nur technisch, sondern auch logistisch und architektonisch an den jeweiligen Betrieb angepasst werden.
Technik, Sicherheit und Normen
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Industrielle Lastenaufzüge werden nach der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG und der Norm DIN EN 81-31 für Güteraufzüge mit betretbarer Plattform gebaut. Diese Normen definieren umfangreiche Sicherheitsanforderungen für Konstruktion, Steuerung und Betrieb.
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Unsere Lastenaufzüge arbeiten mit einem mechanischen Kettenantrieb, während viele Wettbewerber hydraulische Antriebe einsetzen. Der Kettenantrieb bietet im industriellen Einsatz mehrere entscheidende Vorteile gegenüber hydraulischen Systemen.
Ein wesentlicher Vorteil ist der geräuscharme und gleichmäßige Lauf der Anlage. Durch die präzise Führung der Lastketten und den elektrischen Antrieb entsteht nur eine geringe Geräuschentwicklung im Betrieb.
Darüber hinaus sind kettengetriebene Lastenaufzüge in der Regel wartungsärmer als hydraulische Systeme. Es werden keine Hydrauliköle oder Hydraulikaggregate benötigt, wodurch typische Wartungsarbeiten wie Ölwechsel, Dichtungsprüfungen oder mögliche Leckagen entfallen.
Ein weiterer Vorteil ist die hohe Effizienz und Zuverlässigkeit des Systems. Der mechanische Antrieb ist robust konstruiert und für den dauerhaften industriellen Einsatz ausgelegt. Dadurch eignen sich unsere Lastenaufzüge besonders für Anwendungen mit häufigem Betrieb in Lager, Produktion oder Logistik.
Zusätzlich entfällt bei einem Kettenantrieb das Risiko von Hydrauliköl-Leckagen, was sowohl aus Umwelt- als auch aus Sicherheitsgründen ein wichtiger Vorteil ist.
Zusammengefasst bieten kettengetriebene Lastenaufzüge:
•ruhigen und gleichmäßigen Lauf
•geringen Wartungsaufwand
•keine Hydrauliköle oder Leckage-Risiken
•hohe Zuverlässigkeit im industriellen Dauerbetrieb
•langlebige und robuste Technik.
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Ja. Alle unsere Säulenlifte sind für den Dauerbetrieb ausgelegt. Das ist besonders für Unternehmen mit regelmäßigem oder hohem Transportaufkommen wichtig.
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Die Flachboden-Ausführung ist besonders interessant, wenn eine möglichst ebenerdige Be- und Entladung ohne größere Baumaßnahmen gewünscht ist. Die Hochboden-Ausführung arbeitet dagegen typischerweise mit kleiner Grube (120 mm) oder Rampe und eignet sich, wenn die Einbausituation dies zulässt oder spezielle Anforderungen an den Förderkorb bestehen.
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Die standardmäßige Hub- und Senkgeschwindigkeit liegt bei 4,2 m/min; optional sind 8,4 m/min bis 16,8 m/min möglich. Die Lastenaufzüge verfügen über einen Soft-Start und Soft-Stopp, was zu einem ruhigeren Lauf und einer materialschonenden Bewegung beiträgt.
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Die Lastenaufzüge benötigen eine CEE Dose mit 400V 16A. Ein kundenseitiger Direktanschluss im Schaltschrank ist ebenfalls möglich.
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Unsere Lastenaufzüge verfügen über zahlreiche Sicherheitskomponenten, z. B.:
•Sperrfangvorrichtung
•Überlastsicherung
•Motorbremse
•Notendschalter
•Sicherheitsketten
•Kettenspannungssensor
•verriegelte Geschosstüren
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Die Geschosstüren verhindern, dass Personen den Fahrbereich betreten können, wenn sich der Förderkorb nicht an der Haltestelle befindet.
Wartung, Betrieb und Service
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Ja. Gewerblich genutzte Lastenaufzüge müssen regelmäßig geprüft werden. In der Regel erfolgt einmal jährlich eine UVV-Prüfung (Unfallverhütungsvorschrift).
Die Wartung und UVV-Prüfung bieten wir für jeden unserer Lastenaufzüge durch unser geschultes Personal europaweit an.
Eine Prüfung durch ein externes Prüfinstitut, wie bspw. der TÜV , ist nicht erforderlich.
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Ja. Die Einbindung der Liftanlage in eine Fremdsteuerung ist möglich. Das ist vor allem für automatisierte Produktionsprozesse, Materialflusssteuerungen oder Schnittstellen zu übergeordneten Systemen relevant.
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Unsere Lastenaufzüge arbeiten mit einem hochwertigen Kettenantrieb, der speziell für den industriellen Einsatz ausgelegt ist. Im Vergleich zu vielen anderen Antriebssystemen zeichnet sich der Kettenantrieb durch einen ruhigen Lauf, eine hohe Lebensdauer und einen geringen Wartungsaufwand aus.
Durch die robuste Konstruktion und präzise Führung der Lastketten entstehen nur geringe Laufgeräusche. Gleichzeitig sorgt die solide mechanische Auslegung dafür, dass der Verschleiß der Antriebskomponenten minimal ist. Dadurch bleiben Betriebskosten und Wartungsintervalle niedrig.
Für Unternehmen bedeutet das einen zuverlässigen Betrieb im Alltag – auch bei häufigem Einsatz in Lager, Produktion oder Logistik – ohne störende Geräuschentwicklung oder aufwendige Wartungsarbeiten.
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Ja. WEP bietet einen umfassenden After-Sales-Service für Lastenaufzüge in ganz Europa. Unser Service umfasst die regelmäßige Wartung, gesetzlich vorgeschriebene Prüfungen sowie Reparaturen, damit Ihre Anlage dauerhaft sicher und zuverlässig betrieben werden kann.
Zu unserem Service gehören unter anderem planmäßige Wartungen, bei denen alle sicherheitsrelevanten Komponenten geprüft und Verschleißteile kontrolliert werden. Zusätzlich führen wir die gesetzlich erforderliche jährliche UVV-Prüfung (Unfallverhütungsvorschrift) durch, damit Ihr Lastenaufzug den aktuellen Sicherheitsanforderungen entspricht.
Sollte es zu einer Störung oder einem Defekt oder Schaden kommen, unterstützt unser Service-Team schnell mit Reparaturen und Ersatzteilen. Durch unseren europaweiten Service können wir auch Anlagen außerhalb Deutschlands zuverlässig betreuen.
Der After-Sales-Service von WEP sorgt dafür, dass Ihr Lastenaufzug langfristig sicher, wirtschaftlich und mit minimalen Ausfallzeiten betrieben werden kann.
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Für unsere Lastenaufzüge gilt im B2B-Bereich eine Gewährleistungsdauer von 12 Monaten ab Inbetriebnahme der Anlage. Innerhalb dieses Zeitraums werden Mängel, die auf Material- oder Herstellungsfehler zurückzuführen sind, im Rahmen der gesetzlichen Gewährleistung behoben.
Wenn zusätzlich ein Wartungsvertrag mit WEP abgeschlossen wird, verlängert sich die Gewährleistung um weitere 12 Monate auf insgesamt 24 Monate. Durch die regelmäßige Wartung wird sichergestellt, dass der Lastenaufzug dauerhaft zuverlässig und sicher betrieben werden kann.
Ein Wartungsvertrag bietet neben der verlängerten Gewährleistung auch weitere Vorteile, wie planmäßige Wartungsintervalle, frühzeitige Erkennung von Verschleiß sowie eine langfristige Sicherstellung der Anlagenverfügbarkeit.